05.05.2013, von Roman Hartrampf

THW SEEBA trainierte in Polen

Rund 800 Einsatzkräfte aus Polen, Russland, Weißrussland, Tschechien und Deutschland trainierten drei Tage lang im polnischen Zagan den Einsatz nach einem Erdbeben. Eine wichtige Rolle nahm dabei die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten ein. Aus Deutschland nahmen 68 THW-Helferinnen und -Helfer der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) sowie Einsatzkräfte von ISAR Germany teil.

Der Ortsbeauftragte für Idar-Oberstein, Roman Hartrampf ist seit 2011 Mitglied in der Schnelleinsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) und ist dort als Media Officer mit der Einsatzdokumentation und der Betreuung der Medien beauftragt. Auch er war in Polen mit dabei.

Die Aufgabe für die Teams bestand in der Suche, Rettung und Versorgung von Menschen nach einem Erdbeben. Darüber hinaus nahm die Zusammenarbeit der Einheiten untereinander eine wichtige Rolle ein. Je reibungsloser das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten funktioniert, desto besser sind sie für gemeinsame Einsätze gewappnet. Das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes der Sowjetarmee bot hierfür optimale Voraussetzungen: Ein großes Areal von fast 5000 qm und rund 300 Gebäude ermöglichten ein Training unter realistischen Bedingungen.

„ Es ist immer wieder interessant, wie die Einsatzkräfte, trotz teilweiser Sprachschwierigkeiten die Lage im Ausland meistern.“ so Hartrampf.

Während der Übung trainierten die Einsatzkräfte im 24-Stunden-Betrieb verschiedene Szenarien, die ein Erdbebeneinsatz mit sich bringen kann. Sie erkundeten das Gebiet und suchten nach Verschütteten und Vermissten. Hierbei kamen auch die sechs Rettungshunde der SEEBA zum Einsatz. Außerdem führten sie Mauer- und Wanddurchbrüche durch und retteten Verschüttete aus den Trümmern. Auch die Evakuierung von Personen aus Gebäuden oder Hilfsmaßnahmen nach Verkehrsunfällen waren Bestandteil der Übung.

Die Übung wurde von der INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group) Regionalgruppe Afrika / Europa / Mittlerer Osten veranstaltet. Alle Einheiten, die an der Übung teilnahmen, sind daher entweder im Auftrag der INSARAG für internationale Einsätze klassifiziert oder streben eine solche Klassifizierung an. Die SEEBA des THW wurde im vergangenen September nach einer 36-stündigen Übung als sogenanntes Heavy Team reklassifiziert.

THW-Präsident Albrecht Broemme besuchte die Übung und machte sich ein Bild von der Lage. Dabei versicherte er sich vom hohen Ausbildungsstandard der Einsatzkräfte und dankte ihnen für ihren Einsatz. „Übungen sind dazu da, um Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Jede Einheit nimmt nach dieser Übung ein gutes Maß an Arbeit mit nach Hause, um im realen Einsatzfall diese Fehler nicht mehr zu machen“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme.




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